Elektro-Check vor dem Immobilienkauf

Dach, Heizung und Fenster sieht jeder. Die Elektroinstallation liegt in der Wand — und ist bei Häusern aus den Sechzigern bis Achtzigern regelmäßig der größte Kostenposten, mit dem niemand gerechnet hat. Wir sehen sie uns an, bevor Sie unterschreiben.

Warum das der teuerste blinde Fleck beim Hauskauf ist

Eine vollständige Elektrosanierung im Einfamilienhaus bewegt sich schnell im mittleren fünfstelligen Bereich. Sie ist selten aufschiebbar, wenn eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder eine Photovoltaikanlage geplant sind — und sie zwingt Sie dazu, Wände zu öffnen, die Sie gerade erst renoviert haben.

Wer diese Zahl vor dem Notartermin kennt, hat zwei Möglichkeiten: Er kalkuliert sie ein, oder er verhandelt sie in den Preis. Beides ist besser, als sie nach dem Einzug zu entdecken.

Ein Elektro-Check kostet einen Bruchteil dessen, worüber er Klarheit schafft.

Was wir vor Ort prüfen

Der Check ist eine fachliche Zustandsbewertung, angelehnt an DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 0100-600, ohne Wände zu öffnen:

Hausanschluss und Zählerplatz — Bauform, Alter, Anschlussleistung, Reserveplätze, Eignung für Wärmepumpe, Wallbox und Photovoltaik.

Verteilung — Schutzeinrichtungen, Fehlerstromschutz, Aufteilung der Stromkreise, Beschriftung, Zustand der Klemmstellen.

Netzform und Schutzleiter — ob durchgängig ein Schutzleiter vorhanden ist oder noch klassische Nullung vorliegt. Das ist der Punkt, der über Teil- oder Komplettsanierung entscheidet.

Leitungen — soweit an Dosen, Verteilern und Anschlussstellen einsehbar: Leitungsart, Querschnitt, Aderzahl, Isolationszustand, Aluminium.

Ausstattung — Zahl und Lage der Steckdosen und Anschlüsse im Verhältnis zum heutigen Bedarf.

Messungen — stichprobenartig Schleifenimpedanz, Schutzleiterdurchgängigkeit, Auslösung vorhandener Fehlerstromschutzeinrichtungen.

Sonderbereiche — Bad, Außenanlage, Garage, Nebengebäude, vorhandene PV- oder Speicheranlagen, Erdungsanlage und Potentialausgleich.

Datenverkabelung und Telekommunikation — vorhandene Anschlüsse, Leerrohre, Glasfaserverfügbarkeit am Objekt.

Ihr Bericht

1. Zustandsbewertung je Bereich, in Kategorien von „ordnungsgemäß“ bis „unverzüglicher Handlungsbedarf“ 2. Mängelliste mit Fotos und normativer Einordnung 3. Kostenschätzung für die Instandsetzung, getrennt nach „sicherheitsrelevant, sofort“, „mittelfristig“ und „Komfort“ 4. Eignungsaussage für Ihre Vorhaben: Reicht der Anschluss für Wärmepumpe, Wallbox, Photovoltaik — und was wäre dafür nötig 5. Stufenplan mit einer sinnvollen Reihenfolge der Maßnahmen

Der Bericht ist so geschrieben, dass Sie ihn in Kaufverhandlungen verwenden können.

Was der Check kostet und wie lange er dauert

Wichtig zur Einordnung: Der Elektro-Check ist eine fachliche Einschätzung auf Grundlage des zugänglichen Zustands, kein Bausachverständigengutachten und keine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3. Was hinter geschlossenen Wänden liegt, kann niemand sehen — wir sagen Ihnen im Bericht ausdrücklich, wo Unsicherheit besteht und wie wir sie bewertet haben.

Häufige Fragen

Brauche ich die Zustimmung des Verkäufers?add

Ja, für den Zutritt und für die Messungen. In der Praxis ist das selten ein Problem; meist genügt eine Besichtigung, bei der Sie uns mitbringen.

Lohnt sich das auch bei einem Neubau vom Bauträger?add

Dort weniger. Sinnvoller ist bei Neubauten eine baubegleitende Kontrolle vor dem Verputzen — dann sind Leitungswege und Dosenpositionen noch dokumentierbar und Abweichungen von der Baubeschreibung noch korrigierbar. Sprechen Sie uns darauf an.

Machen Sie die Sanierung dann auch?add

Wenn Sie möchten. Der Check ist eine eigenständige Leistung und nicht daran gebunden. Der Bericht ist so aufgebaut, dass Sie ihn jedem Fachbetrieb vorlegen können.

Passende Leistungen

Sie haben ein konkretes Vorhaben?

Schildern Sie uns kurz, worum es geht. Sie erhalten an Werktagen innerhalb von vier Stunden eine Rückmeldung – und nach dem Aufmaßtermin ein Festpreisangebot, in dem jede Position einzeln aufgeführt ist.